TERMINE:

WIEDERAUFNAHME 2016:

05.05.2016
UFERSTUDIOS BERLIN
20:30 Aufführung GHOST TAPE XI

06.05.2016
UFERSTUDIOS BERLIN
18:00 War Sounds: Musikperformance von Hacklander \ Hatam
18:30 Gespräch mit Paul Paulun
20:30 Aufführung GHOST TAPE XI

ARCHIV:

FR 21.11.14
SOLVAY KRAKOW 
Audio Art Festival 
http://www.audio.art.pl

Fr 24 / Sa 25 / So 26.01.2014
20h30, 15,- / 10,-
Schwere Reiter, Dachauer Straße 114, 80636 München
schwerereiter.de

URAUFFÜHRUNG Do 25. / Fr 26.04.13
Alte Feuerwache
Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Pressestimmen:
"Die Frage, wie man mit Akustik tödliche Wirkung erzielt, gehen Wörle und Sledziecki mit einem besonderen Augenmerk für historische Zitate und mythologische Hintergründe nach. […] Es ist eher die Ideologie der akustischen Kriegsführung als das Lärminferno selbst, dem das Interesse der Klangkünstler gehört. Ein faszinierendes Sujet, das einen tiefen historischen Resonanzraum eröffnet."
Kölner Rundschau
"Die Musik aus dem Laptop, der Gitarre und dem Schlagzeug klingt eher nachdenklich, spricht leise zum Publikum und fordert zur Wachsamkeit auf. Nur manchmal kommt sie dem Zuschauer bedrohlich nah, wenn der Bass auf die Bühne zu drängen droht, und die Gitarre laut zerrt. Wörle und Sledziecki spielen nicht einfach Propagandalieder nach, um den musikalischen Missbrauch zu zeigen."
Deutschlandfunk corso
"Ghost Tape XI" ist eine vielschichtige Musiktheaterperformance, die nicht auf Schockwirkung aus ist, sondern mit Mitteln der Groteske einen Resonanzraum für das gleichermaßen faszinierende wie erschreckende Thema bietet."
choices Köln

"Die sparsamen Bewegungen des Schlagzeugers, Gitarristes als auch der am Laptop stehenden Marion Wörle erinnern an ein Bauhaus-Ballett von Oscar Schlemmer."
Konzerty w Krakowie

"In Bildern, die an Clockwork Orange oder die Industrial-Band Rammstein erinnern, arbeiten sich die beiden Musiker, unterstützt von Schlagzeug und einem Sprecher daran nun mit musikalischen Referenzen, die von Anton Weberns Zwölftonmusik zu blecherner Percussion und jaulenden Gitarren reichen, ab. Musik, die donnernd zum Mitdenken auffordert oder schmeichelnd den Mechanismus der Gedankenvernebelung demonstriert. 
Harte Kost, die sich auch der Aufgabe stellt, die eigene Kunst zu hinterfragen. Wie in den grotesken Unendlichkeiten eines Spiegelkabinetts, hört die Frage nach der Instrumentalisierung von Musik bei sich selbst nicht auf und spiegelt sich auf die eigene Musik zurück.“

Süddeutsche Zeitung

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ENGLISH SYNOPSIS
Music was instrumentalized through all ages. In ancient wars bagpipes and drums were used to stoke up ones troops - or to scare off the oponent's. No dictatorship without propaganda-songs. Morale-boosting paroles are musically embedded. Music is a weapon and a torture-instrument. Compositon of promotional jingles is a profitable field of work. Meditation music sedates. The list is endless. In the music-theatre GHOST TAPE XI  Maciej Sledziecki and Marion Wörle let the sound-shadows talk. They speak about the dark side of music distribution in which science, belief, conspiration and speculation enmesh to a grotesque spectacle. About the bipolar nature of sirens. And finally about what Doris Day has in common with the atomic bomb.

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GHOST TAPE XI

Musiktheater

Musik wurde schon immer instrumentalisiert. In längst vergangenen Kriegen benutzte man Dudelsäcke und Trommeln, um die eigenen Truppen aufzustacheln und die Feinde einzuschüchtern. Keine Diktatur kommt ohne Propagandalieder aus. Durchhalteparolen werden musikalisch verpackt. Musik kann Waffe sein und Folterinstrument. Die Komposition Verkaufsfördernder Werbemusik ist längst ein Erwerbszweig. Meditationsmusik soll beruhigen. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

In dem Musiktheater GHOST TAPE XI lassen Maciej Sledziecki und Marion Wörle die Klangschatten sprechen. Sie sprechen über die dunkle Seite der Musikverwertungskette, in der sich Wissenschaft, Glaube, Verschwörung und Spekulation zu einem scheinbar unentwirrbar grotesken Schauspiel verstricken. Über das bipolare Wesen von Sirenen. Und schließlich darüber, was Doris Day mit der Atombombe zu tun hat.

Marion Wörle: Komposition, Elektronik
Maciej Sledziecki: Komposition, Gitarre

Christian Reiner: Sprecher
Andrea Belfi / Colin Hacklander: Schlagzeug

Jacques André Dupont: Video Szenografie
Robert Nacken: Klangregie
Catalina Fernández: Lichtdesign

Guido Möbius / Nora Gores: Pressearbeit

Gefördert mit Mitteln der SK Stiftung Kultur, dem Fonds Darstellende Künste, der Bezirksregierung der Stadt Köln sowie dem Kulturamt Köln. 
Gefördert durch die Exportförderung des Landes NRW, die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und das Kulturamt der Stadt München.
Eine Koproduktion von Zentrum für Aktuelle Musik und Schwere Reiter.
Wiederaufnahme gefördert durch den Wiederaufnahmefonds mit Mitteln der Kulturverwaltung des Landes Berlin.

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